Abtretende Heimleitung

Am 1. April 1986 haben meine Frau Martha und ich mit der Grosspflegefamilie Grütter an der Brennofenstrasse 33 in Roggwil begonnen. Gemeinsam haben wir vieles erlebt; viel Schönes, aber auch an Schwerem hat es nicht gemangelt. Waren wir am Anfang als Paar mit einer Haushaltlehrtochter und einer Putzfrau noch alleine, haben wir heute eine Institution mit sieben Bereichen.

Zwei Schülerwohngruppen, zwei Jugendwohngruppen, betreute Wohnbegleitung, Internen Schule und der Bereich für Arbeit und Beschäftigung. Wir beschäftigen rund 40 Mitarbeitende, bieten Ausbildungsstellen an für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, für Arbeitsagogik als Zweitberufe. Jedes zweite Jahr haben wir  eine Lehrstelle für Lernende Fachangestellte Hauswirtschaft zu vergeben. In naher Zukunft wollen wir das Lehrstellenangebot für Erstberufe noch weiter ausbauen.

Viele Kinder und Jugendliche durften wir auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten. Es war uns immer ein Anliegen, unser Möglichstes zu geben, damit unsere Kinder und Jugendliche ein lebenswertes Leben erfahren dürfen. Bei vielen ist uns dies gelungen, bei einigen hatten wir nicht den erwarteten Erfolg.

Still stehen ist Rückschritt, so haben wir nun neu ein Nähatelier im Hugohaus, seit dem 1. Januar auch eine Knabenwohngruppe in Langenthal mit sechs Plätzen. Damit konnten wir unser Angebot weiter ausbauen. 

Am 31. Dezember 2012 nach 26 Jahren ziehen wir uns aus der aktiven Leitung der WOLEG zurück und übergeben das Ruder in andere Hände. Der bis anhin pädagogische Leiter und stellvertretender Heimleiter Herr Daniel Rohrer hat sich in seine neue Führungsposition eingearbeitet und Schritt für Schritt die Aufgaben der Leitung übernommen. Die seit dem 1. November für uns arbeitende Marianne Leoni übernimmt als neue pädagogische Leiterin, die Funktion als stellvertretende Institutionsleiterin. Damit haben wir nun ein gutes Führungsteam das bereit ist die gestellten Aufgaben anzupacken und zu lösen. 

Mit der Leitung bekommt die WOLEG auch ein neues Rechtskleid. In Zukunft werden wir uns mit den strategischen Zielen und dem Unterhalt der Liegenschaften beschäftigen dürfen. Als Besitzer gehen wir der Institution somit nicht verloren.

In all den vergangenen Jahren haben uns viele Eltern ihre Kinder anvertraut. Viele Fachstellen haben uns zugetraut, dass wir eine gute Arbeit leisten. Vielen Dank für das uneingeschränkte Vertrauen. All dies wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne unsere treuen Mitarbeiter. Allen gebührt unser Dank und Anerkennung für die geleisteten Dienste.

Im nächsten Lebensarbeitsabschnitt dürfen wir uns auf neue Herausforderungen und Aufgaben einlassen auf die wir uns schon sehr freuen.

Wir danken allen für das Mittragen und wünschen allen weiterhin alles Gute.

 

Roland und Martha Grütter - Gyger